22|10|2021

Den Auftakt übernahm Martin Hermann am Freitag auf der 800-Meter-Strecke. Trotz starkem Regen in den Stunden zuvor gelang es dem Veranstalter, die Läufe pünktlich zu starten. Von 18 gemeldeten Läufern der M55 standen immerhin 15 am Start. Das Feld blieb eine Runde lang eng beisammen, "und ab 700 Meter habe ich abreißen lassen, da fehlte es ein wenig am Endspurt", kommentierte Martin Hermann seinen 12. Platz in der Jahresbestzeit von 2:27,07 Minuten. Der Titel ging an Andreas Müller vom TV Erkelenz, der in 2:15,83 min einlief.

Besser lief es am Folgetag über 1.500 Meter. Auch in diesem Rennen war die Startlinie mit 12 Teilnehmern gut belegt. Die ersten 700 Meter wurden wiederum sehr verhalten gelaufen. Zeitweise auf Rang 12 platziert hatte sich Martin diesmal vorgenommen, durch eine rechtzeitige Verschärfung des Tempos für eine frühere Vergabe der Plätze zu sorgen. Das war anscheinend auch der Plan des führenden Trios. Nach 900 Metern wurde in der Spitze der Schalter umgelegt, und die dann folgenden 600 Meter waren ein reines Ausscheidungsrennen um die Plätze. "Für mich ging zuletzt es um Platz 6 bis 9. Wir haben uns nichts geschenkt", beschrieb Martin die letzten anderthalb Runden. Mit der Jahresbestzeit von 4:55,86 min und Platz 8 war der 58-jährige hochzufrieden. Die Rangfolge des Vortagsrennens über 800 Meter wurde fleißig getauscht, nur der Sieger blieb gleich: 4:45,58 min wurden für den auch auf dieser Distanz erfolgreichen Andreas Müller gestoppt.

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"Wetter nasskalt, mit Nieselregen nach ein paar Runden", schilderte Josef Streicher den Rennverlauf über 5.000 Meter. Den ersten Kilometer konnte Josef dem späteren Zweiten folgen, doch nach einer Tempoverschärfung von Roland Wild (LG Bamberg) musste Josef sein Rennen allein gestalten: "Harte Tempoarbeit, auf der Gegengeraden war regelmäßig Gegenwind". Aus der gleichzeitig gestarteten M55 schloss noch der spätere Zweite dieser Altersklasse zu ihm auf. "Ein bisschen Windschatten wäre gut gewesen, leider blieb er bis zur letzten Kurve hinter mir", so der 52-jährige Peißenberger, der sich nach 17:57,08 min über seine 5.000-Meter-Jahresbestzeit und Platz 4 bei der Deutschen Senioren-Meisterschaft freuen konnte. Der Sieg ging an Günter Seibold vom TSV Crailsheim, der in 17:01,63 min finishte.

Trotz des verregneten Wochenendes fiel die Bilanz des kleinen Peißenberger Aufgebots positiv aus: Das war unser zweitstärkstes Ergebnis bei Deutschen Seniorenmeisterschaften, nur 2017 (Speerwurf-Silber durch Frank Osenberg) haben wir noch besser abgeschnitten.