28|11|2021

Erste Disziplin waren die 100 Meter. Katharina Vogl gewann ihren Zeitlauf, haderte aber mit dem letzten Drittel des Laufes. "Es fing gut an, aber zuletzt habe ich den Rhythmus nicht gehalten," kommentierte die 20-jährige ihr Rennen. Die zweitschnellste Frauenzeit des Abends über 100 Meter erreicht zu haben war schön, aber mit den 12,72 Sekunden bei Windstille war Kathi nicht zufrieden.

Nach kurzer Überlegung meldete Kathi für die 200 Meter nach und nutzte die zweistündige Zeit zwischen den Läufen zur Regeneration. In der etwas tiefer stehenden Sonne ging sie auf Bahn 4 in ihren Zeitlauf über 200 Meter. Auch über diese Distanz übernahm Kathi die Führung und zog das Rennen diesmal in 26,15 Sekunden sehr überzeugend durch. "Das sah bis ins Ziel gut und harmonisch aus", freute sich Martin Hermann gleich mit und gratulierte der Hohenpeißenbergerin, die nach dem Ziel erst einmal die Beine hoch lagerte, zum neuen Vereinsrekord. "Hintenraus tut es immer weh", schilderte Kathi die letzten Meter des Laufs, bei dem sie sich um 13 Hundertstelsekunden steigerte und wiederum die zweitbeste Frauenzeit des Sportfests erreichte.

Zuvor hatte Maike Hermann über 400 Meter den eigenen U20-Vereinsrekord um eine halbe Sekunde verbessert. Nachdem sie im Winter verletzungsbedingt lange nicht trainieren konnte, nimmt Maike nun die Wettkämpfe als zusätzliche Trainingsläufe mit. Auf Bahn 1 war die 17-jährige Weilheimerin das Rennen mutig angegangen. "Bei 320 Metern wurde es schon hart", berichtete Maike von ihrem Kampf auf der Zielgeraden. Bei 67,85 Sekunden blieb die Uhr für sie stehen, das bedeutete Rang 5 in ihrem Zeitlauf. Als nach dem Zieleinlauf der erste Schmerz aus den Beinen heraus war, konnte sie sich über eine weitere Steigerung freuen.

Martin Hermann nutzte den 1.500-Meter-Lauf als Formtest auf dem Weg zu den Deutschen Seniorenmeisterschaften Mitte Juli. Dank seiner Meldezeit in den ersten Lauf eingeteilt, nutzte der M55-Läufer das hohe Anfangstempo um sich in der gewünschten Geschwindigkeit mitziehen zu lassen und nach 700 Metern mit 2:18 Minuten in die vorletzte Runde zu gehen. In der zweiten Rennhälfte konnte er noch ein paar Plätze aufholen und war schließlich hochzufrieden mit Platz 6 in der Männer-Konkurrenz und der angestrebten Zeit unter 5 Minuten. "Auf der Zielgeraden habe ich noch ein wenig zulegen können", kommentierte der 58-jährige Weilheimer die Endzeit von 4:55,97 Minuten.