28|11|2021

 Beim 34. Internationalen Ludwig-Jall-Sportfest im Münchener Dante-Stadion hatte Kathi schon im ersten Versuch das Feld mit 5,47 Metern beeindruckt und sich praktisch bereits die Teilnahme am Endkampf der besten Acht gesichert. Im dritten Durchgang legte die 20-jährige Hohenpeißenbergerin noch einmal zu und vergrößerte mit einem 5,63-Meter-Sprung den Abstand zur zweitplatzierten Carlotta Schraub (TSV Schleißheim) auf 16 Zentimeter.

Das war noch zu wenig, um den Vorsprung einfach nur zu verwalten und Kathi sprang mit vollem Risiko weiter. Das wurde in Durchgang 5 belohnt. Kathi landete bei 5,75 Metern und hätte mit diesem Sprung ihre eigene Bestmarke um 6 Zentimeter auf 5,75 Meter gesteigert, wenn nicht 2,5 Meter pro Sekunde Rückenwind gemessen worden wären.  Im letzten Durchgang stand sie bereits als Siegerin vor Carlotta Schwab (5,52 m) fest und konnte ohne Druck einen weiteren hervorragenden Sprung zeigen. 5,66 m wurden bei leichtem Gegenwind gemessen - U23-Vereinsrekord mit einer Weite, die Kathi in den letzten Jahren nur zwei Mal übertreffen konnte. Schade um die persönliche Bestmarke, die 5,75 Meter waren nur die Weite für den Tagessieg, den Vereinsrekord musste Kathi aufgrund der Bestenlisten-Regeln vertagen.

"Technisch wirklich schöne Sprünge", hatte Trainerin Sabine Osenberg gesehen, "das war eine beeindruckende Serie. Mit den wechselnden Winden ist Kathi hervorragend zurechtgekommen."

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Im stark besetzten 100-m-Wettkampf lief Kathi als Zweite ihres Vorlaufs nach 12,75 Sekunden über die Ziellinie, konnte sich aber nicht für das Finale qualifizieren. Ebenso erging es Maike Hermann. Die U20-Athletin startete ebenfalls bei den Frauen und lief ihren Vorlauf in 14,69 Sekunden.

Über 400 Meter steigerte sich Maike auf 68,37 Sekunden und verbesserte damit den eigenen U20-Vereinsrekord. "Ich bin mit 31 Sekunden bei 200 Meter durchgegangen, musste dann aber doch abreißen lassen", schilderte die 17-Jährige ihr Rennen über die ganze Stadionrunde.