28|11|2021

Nach dem Vierkampf-Gold am Samstag der Vorwoche wollte Franzi beim Speerwerfen weiter an ihrer Technik feilen. Das gelang schon mit dem ersten Versuch (26,73 m), der den vorläufigen dritten Platz bedeutete. "Der Abwurf sah super aus", meinte die Trainerin. Diese Weite konnte Franzi dann aber nicht mehr übertreffen, und nach dem Endkampf ärgerten sich Franzi und Trainerin Sabine Osenberg ein wenig über die knapp verpasste Bronzemedaille.

Auch im Weitsprung der U20 kam Franzi hervorragend in den Wettkampf. Im 2. Durchgang traf sie perfekt das Brett und landete bei 5,35 Metern. Damit war eine Medaille in Greifweite, denn nach dem Vorkampf hatte außer Franzi nur noch Lucy Huber vom TSV Gräfelfing (5,12 m) die 5-Meter-Marke übertroffen. In den Endkampf startete sie mit 4,86 Metern. Kein optimaler Sprung, nachdem sich die Auswertung des Vorkampfs erstaunlich lange hingezogen hatte. "Jetzt bin ich 60 Minuten hier und habe gerade 3 Sprünge gemacht", meinte Franzi, und dann wurde in ungewohnter Reihenfolge gestartet, nämlich beginnend mit der besten Vorkampfweite.

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Bitter für Franzi: Im 5. Sprung verletzte sie sich bei der Landung am Knie und musste den Wettkampf abbrechen. Damit war der Titelgewinn fast schon Nebensache, aber Franzi war dennoch bei der Siegerehrung zur Stelle und nahm die Medaille sitzend entgegen. Silber gewann Miriam Kauer (TSV 1860 Rosenheim - 5,22 m) vor Lucy Huber (5,15 m).

Wir wünschen Franzi gute Besserung und hoffen, dass sie bald wieder im Training angreifen kann.

Für Maike begann der Wettkampf erst mittags mit dem 100-m-Vorlauf. In 14,65 Sekunden war sie nicht weit von ihrer Bestleistung entfernt, qualifizierte sich aber als Fünfte des 2. Vorlaufs nicht für das Finale.

Gut ausgeruht ging sie dann als einzige Teilnehmerin des 100-Meter-Laufs auch über die ganze Stadionrunde an den Start. Nach langer Wettkampfpause fehlte hier noch das Tempogefühl, aber in der zweiten Kurve drehte Maike auf und hätte mit einer sehr starken Zielgeraden um ein Haar noch Bronze über 400 Meter erreicht. "Noch fünf Meter, dann hätte ich sie gehabt", kommentierte die 17-jährige ihre 44 Hundertselsekunden Rückstand auf Muriel-Alizée Optenhoevel, konnte sich aber über den U20-Vereinsrekord in 68,57 Sekunden dennoch freuen. "Schade ... aber Glückwunsch. Diese vierten Plätze ...", kommentierte Sabine Osenberg den Ausgang des Rennens, "aber jetzt kommen noch ein paar Trainingseinheiten".

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Nach dem Samstag auf der blauen Erdinger Bahn ging es am Sonntag in Wolfratshausen auf der gewohnten roten Tartanbahn weiter - beim Heinz-Mayer-Gedächtnissportfest des TSV Wolfratshausen. Dort war Kathi Vogl diesmal sehr  zufrieden mit ihrer Leistung.

Im Weitsprung und 100-m-Lauf gelangen ihr ungefährdete Siege.Schon beim Einspringen des Weitsprungs war ein sehr weiter Sprung dabei, bei dem alles passte. Im 2. Versuch landete Kathi bei 5,50 m, doch diesmal zeigte der Kampfrichter ein knappes Übertreten an. Bei drei weiteren Sprüngen passte der Anlauf wieder und sie landete jenseits der 5,30 m. Und im letzten Versuch war dann auch die Landung perfekt. 5,54 Meter reichten zum ungefährdeten Erfolg in der Frauenkonkurrenz.

Leider war das Teilnehmerfeld sehr klein, und dadurch waren die Pausen zwischen den Sprüngen ungewohnt kurz. "Als es dann sofort mit den 100 Metern weiterging, war die Luft raus", schilderte Kathi den schnellen Übergang zum Sprint. 12,98 Sekunden sind nicht Kathis beste Zeit, reichten aber zum ungefährdeten Sieg.

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