22|10|2021

20180202 60m

Nun galt die Konzentration dem Hürdensprint über ebenfalls 60 Meter. In 10,21 Sekunden erreichte Franzi Rang 8 und blieb knapp über der 10-Sekunden-Marke. "Für das zweite Mal über diese Hürdenhöhe war es ok. Noch ein bisschen unrund, aber da wird sie sich noch steigern", meinte Trainerin Sabine Osenberg.

Gleich danach wurde es für Franzi zeitlich ein bisschen knapp mit dem Einspringen für den Weitsprung, doch nach dem starken Auftritt vor zwei Wochen bei den Südbayerischen Meisterschaften mit gleich 3 Fünfmetersprüngen wollte es Franzi auch hier im Feld der WU20 wissen. Dort trat sie gemeinsam mit Kathi an, die drei Wochen nach ihrer Verletzung einen ersten Start wagte.

Kathi ging mit 5,46 Metern im ersten Versuch in Führung, musste aber verletzungsbedingt den Wettkampf nach dem zweiten Sprung abbrechen. "Der erste Sprung nach der Trainingspause sah schon wieder sehr sehr gut aus", lobte Sabine Osenberg den Auftakt der Weitsprung-Entscheidung, "und dann aufhören zu müssen, war sehr schade."

Mara Barwitzki von der LG Eckental sprang im 3. und 6. Durchgang weiter als Kathi und sicherte sich den Titel mit 5,58 Metern. Kathi musste noch einige Zeit auf die Ergebnisse der Konkurrenz warten, ohne selbst in den Wettkampf eingreifen zu können, und wurde letztlich mit der Silbermedaille belohnt.

Franzi bestätigte ihre noch junge Bestleistung von den Südbayerischen Meisterschaften: 5,16 Meter bedeuteten Platz 7 bei der Bayerischen U20-Meisterschaft und mit dieser Weite verfehlte Franzi ihre eigene Bestmarke um nur einen Zentimeter. Fast wäre es Platz 6 geworden, bei gleicher Weite entschied der zweitbeste Sprung gegen Franzi. "Und da ist noch viel Potential", kommentierte Sabine Osenberg die Serie der 17-Jährigen: "Sie ist konsequent vor dem Brett abgesprungen. Wenn sie den Balken richtig trifft, geht es noch weiter."

Für die Peißenberger Leichtathleten war dieser Weitsprungwettbewerb ein besonderes Ereignis: Zum ersten Mal konnten sich zwei Peißenberger Sportler in der gleichen Disziplin unter den ersten Acht bei einer Bayerischen Meisterschaft platzieren.

20180203 Weit Podest crop

Der Vortag des Wettkampfs verlief ganz nach Plan, wie aus Kreisen der Reisegruppe zu hören war. Es gibt ja viele gute Gründe, auf Wettkämpfe zu fahren. Man möchte wissen, wofür man eigentlich trainiert und was das Training gebracht hat. Man trifft die Konkurrenz, und einige trifft man so oft, dass aus Konkurrenten Freunde werden.

Aber am Wichtigsten ist das Rahmenprogramm. Das beginnt mit einer passenden Shopping-Gelegenheit. Eigentlich gibt es nur einen Grund, die Bayerischen Hallenmeisterschaften nicht in München auszutragen. Die Fürther Halle ist nicht schöner, die Strecken sind ebenfalls 60 m lang und die Hürdenhöhe ist auch nicht anders als in der Werner-von-Linde-Halle. Fürth liegt aber ganz nah am weltbekannten Outlet-Center von Herzogenaurach, die Laufwege werden von unseren Trainern und Betreuern Jahr für Jahr optimiert, und wenn dann noch Abends der Italiener vom letzten Jahr einen Tisch frei hat, sind die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Auftritt gegeben.

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