Tag 2
11|12|2018

Erster Trainingstag - alle sind gefordert

Blauer Himmel statt Hallendecke - die Sprints werden länger

10.00 Uhr zum Training? Klingt verlockend, doch die innere Uhr unserer Sportler zeigt erstens noch die Winterzeit und seit neuestem Ferienzeit an. Es ist schon ein erster Erfolg, dass kurz nach zehn eine etwas müde Gruppe zaghaft vom Gehen ins Joggen übergeht und das Stadion ohne Verluste erreicht.

Nicht jeder hat beim Frühstück schon diesen genialen Muntermacher zur Verfügung, den wir hier ohne kommerzielle Hintergedanken einblenden.

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Im Stadion ist fast alles wie letztes Jahr.

Fast: Wir haben mit Theresa, Lena, Jana und Jonathan vier Caorle-Neulinge dabei, die noch nicht so ganz wissen, was sie erwartet.

Tim hat vor kurzem die Prüfung zum C-Schein für Leichtathletik-Trainer bestanden. Hochverdient, nachdem er bisher schon mit viel Engagement sein Know How in unsere Abteilung eingebracht hat. Wir gratulieren und wünschen viel Erfolg - auch beim eigenen Sport, für den weiterhin hoffentlich genug Zeit bleibt.

"In der Trainer Mitte, bin ich der Dritte, von links" - die Älteren werden sich noch erinnern.

Wir sind definitiv nicht allein im Stadion. Ein erster Blick auf Belegungsplan, Kfz-Kennzeichen und Trikots lässt auf deutsche und internationale Konkurrenz aus Berlin, Neckarsulm und Prag schließen. Ok, das stört nicht, wenn sie uns was abschauen.

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Für die Sportler geht es trotz der kühlen Morgenluft gleich schweißtreibend los. "Erst einmal die lange Fahrt aus den Beinen laufen," sagt die Trainerin. "Die ganze Woche halte ich das nicht aus", denkt die Athletin. Nach Aufwärmen und Kräftigung geht es auf die Bahn. Die Sprints sind deutlich länger als in der Halle, und das strengt an.

Kurze Wadenkühlung in der Mittagspause, dann kann es weitergehen.

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Doch zuvor bewirbt sich Uli noch für den Kopfsprung des Tages. Beim 2. Versuch ist dann auch der Fotograf bereit.

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Wir sind Nachmittags die Ersten im Stadion, es ist geradezu leer, als wir uns aufwärmen.

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„Schön laufen oder schnell, am besten beides“, das ist die Ansage von Frank, der die Lichtschranken aufgebaut hat. Locker, flott und dann schnell ist die Vorgabe für 30 Meter mit fliegendem Start. Wer es schafft, dreimal nacheinander die 30 Meter in genau 4,00 s zu laufen, darf noch einmal antreten.

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Wer noch nicht sprinten soll, bekommt ein individuelles Training zur Kräftigung und Stabilisierung.

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Dann ist das Training vorbei, und wir haben noch Zeit für den Strand. „Diese Gruppe, das sind einfach Wettkampftypen,“ meint Sabine hinterher, „die machen aus allem einen Sport. Gib ihnen keine Hilfsmittel und keine Schaufel, dann fangen sie erst richtig an. Oder das Zielwerfen an der Schaukel? Der Physiker sagt: ‚Das kann nicht gehen‘. Aber unsere Sportler machen es trotzdem.“

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Der Tag endet im Gato Negro, das ist die Pizzeria mit der gläsernen Zwischendecke. Guter Blick von oben auf die Theke, und die extragroße Portion Nudeln ist wirklich extragroß. Da gehen wir wieder hin. Auf Zimmer 105 sucht sich der Werwolf seine Opfer.