2018
19|11|2018

Die 4 Läuferinnen aus Penzberg, Geretsried und Peißenberg liefen die Stadionrunde noch einmal 17 Hundertstelsekunden schneller als beim Titelgewinn im Vorjahr. Gold und Silber gingen an die Spvgg. Auerbach/Streitheim und die LG Stadtwerke München. Von der Penzberger Startläuferin Michaela Kölbl hatte Lara Holzhauer (TuS Geretsried) den Stab übernommen und an dritter Stelle liegend an Franzi Aderbauer übergaben. Dass Franzi schnelle Kurven laufen kann, ist spätestens seit ihrer Garmischer 200-Meter-Bestzeit aus der Vorwoche bekannt, und sie konnte die dritte Position verteidigen. Der Wechsel auf Kathi Vogl klappte wiederum perfekt, und Kathi gab alles, um den Angriff von Tonoshae Mandel (LAC Quelle Fürth) abzuwehren, die die letzten 100 Meter mit beeindruckender Geschwindigkeit anlief. 39 Hundertselsekunden Vorsprung verhalfen dem Quartett der Startgemeinschaft zur Bronzemedaille.

Am Vormittag standen die Einzelwettbewerbe über 100 m an. Kathi Vogl erreichte im ersten 100-m-Lauf der Saison in 12,51 Sekunden das Finale, konnte dort aber diese Leistung noch nicht wiederholen. 12,61 Sekunden bedeuteten Platz 4, "aber man muss sehen," meinte Trainerin Osenberg, "dass Kathi hier den ersten 100-m-Wettkampf nach ihrer Verletzung gelaufen ist. Da war schon das Erreichen des Endlaufs ein Erfolg". Mit dieser starken Leistung hatte Kathi sich noch zusätzliche Motivation für die Staffel geholt.

Für Franzi Aderbauer lief es im 100-m-Vorlauf perfekt: 12,90 Sekunden bedeuteten eine Verbesserung ihrer alten Bestleistung um 18 Hundertstelsekunden. Buchstäblich um Haaresbreite verpasste sie den Einzug ins Finale: Das Zielfoto gab den Ausschlag gegen Franzi, die nun innerhalb 7 Tagen ihre persönlichen Rekorde auf beiden Sprintstrecken deutlich verbessert hat. Für Tim Osenberg war ebenfalls nach dem 100-m-Vorlauf der Wettkampf vorbei. 12,02 Sekunden reichten bei den Männern nicht für den Zwischenlauf. Für sein Sportstudium hatte Tim in den letzten Monaten äußerst viel und in grundverschiedenen Sportarten trainieren müssen und zuletzt durch das Schwimmtraining die Leichtathletik vernachlässigt.

Am zweiten Tag gab es dann ein weiteres starkes Team-Ergebnis zu feiern. Im Weitsprung der U20 erreichten Franzi Aderbauer und Kathi Vogl Rang 3 und 4. Eine Woche nach ihrer Bronzemedaille im Siebenkampf gelang Franzi im dritten Versuch der weiteste Sprung. 5,35 Meter waren ihr bisher zweitbestes Ergebnis, und die Weite reichte zum dritten Platz, obwohl ihr Vereinskameradin Kathi Vogl im 6. Versuch mit 5,30 Metern noch einmal nahe kam. "Schade, heute passte der Anlauf leider nicht. Auch bei der Landung hat Kathi einige Zentimeter verschenkt," stellte die Trainerin fest und bedauerte die vergebene Chance auf Gold im Weitsprung: "Mit der Leistung von der Oberbayerischen Meisterschaft vor vier Wochen hätte sie heute den Titel geholt."

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