22|10|2021

Schnelle Läufe in der Wintersonne

Bei den Silvesterläufen in Weilheim (Premiere zwischen Weilheim und Deutenhausen), Seeshaupt und Dießen waren die Läufer des TSV Peißenberg gut vertreten.

Martin und Simon Streicher freuten sich in Seeshaupt als Erster und Zweiter ihrer Altersklassen noch einmal über Stockerlplätze. Michael Härtle wählte beim Climb & Jump in Weilheim einmal die falsche Röhre der Hüpfburg und verlor wertvolle Sekunden. Platz 5 war dann auch kein Grund zum Traurigsein - im neuen Jahr werden bei den meisten Läufen keine Hüpfburgen im Weg stehen.

In Dießen war einer unserer jümgsten Sportler am Start. Der Lauf über die 200-m-Distanz wird in Dießen für die U8 ohne Zeitmessung veranstaltet, Paul Maier lief trotzdem richtig schnell die Uferpromenade entlang und freute sich über seine Medaille.

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Die Silvesterläufe dienten den Erwachsenen als willkommener Formtest zum Jahreswechsel, und es gab einige erfreuliche Platzierungen bei strahlender Wintersonne auf eisfreien Strecken.

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Josef Streicher als Fünfter in Seeshaupt (10,5 km in 43:37 min) und Martin Hermann als Achter in Weilheim (39:09 min über 10 km) belegten im Gesamtklassement vordere Plätze.

In den Altersklassen gewann Conny Probst (27:14 min) auf der 5-km-Distanz die W45, während Martin Härtle (24:54 min) die M50 mit 3 Sekunden Vorsprung auf Werner Behlowalek (24:57 min) für sich entschied. Noch ein bisschen knapper ging es bei den Senioren der M60 zu: Hier kam Wolfgang Roth (22:54 min) mit 13 Hundertstelsekunden Rückstand als Zweiter ins Ziel, und sorgte so mit Martin Hermann dafür, dass die zwei ältesten Peißenberger Läufer heute auf ihren Distanzen die schnellsten waren.

Gerda Aderbauer (52:26 min) freute sich auf der 10-km-Distanz über Platz 4, Markus Probst (46:31 min) erreichte Rang 9 in der M50.

Wie aus Läuferkreisen zu hören war, stimmte die Streckenlänge des neuen Weilheimer Silvesterlaufs ziemlich genau, und die Chancen stehen gut, dass es eine Neuauflage geben wird. Heiße Duschen und eine zügige Siegerehrung sorgten dafür, dass die Teilnehmer gut gelaunt zur Silvesterfeier weiterfahren konnten.

Für Freunde der Statistik soll hier nachgetragen werden, dass mit Franz Hornberger (*1953) ein ganz alter Hase der Veranstaltung die Ehre gab. Franz (Post SV Weilheim) ist mit einem TopTen-Eintrag 1985 in der deutschen Marathonbestenliste notiert, seine damals erreichten 2:14:56 Stunden reichten in so manchem späteren Jahr für Platz 1 der deutschen Rangliste, und wer im neuen Jahr nicht gleich wieder trainieren möchte, kann hier nachlesen, warum das vielleicht so ist. Autor ist Olympia-Teilnehmer (1968) Manfred Steffny, der seit gefühlt zweihundert Jahren das Laufmagazin Spiridon herausgibt, und gelegentlich der unbequemen Frage nachgeht, warum all die Laufschuh-Innovationen und Gimmicks in unserer deutschen Sportwelt eher weniger Langstreckenerfolge bewirkt haben.

Ein paar Ranglistenplätze tiefer sind sich in den Neunzigern Xaver Stückl und Martin Hermann begegnet, und heute waren beide auf der 10-km-Distanz unterwegs. "Warst du nicht damals in Frankenberg dabei?", war nach dem Zehner die Frage nach der Süddeutschen Straßenlauf-Meisterschaft 1991, bei der Xaver Stückl für den SVO Germaringen antrat, während Martin Hermann im Trikot des TSV Adelberg-Oberberken startete. Bestzeit für beide über 25 km, daran erinnert man sich auch ein paar Jahrzehnte später noch, selbst wenn die Zeiten von damals heute nicht mal mehr im Halbmarathon gelingen. Beide starteten für Dorfvereine, wie das bei Läufern oft so ist, und beim Hamburg-Marathon 1995 trafen sie sich bei der Siegerehrung der Deutschen Meisterschaft wieder, als die Germaringer mit 13 Sekunden Vorsprung Silber in der  Mannschaftswertung holten.

Also liebe Leser und Läufer, bleibt gesund und trainiert auch im neuen Jahr fleißig, es lohnt sich immer wieder, zu Wettkämpfen anzutreten.