22|10|2021

Wolfgang Roth bei der Berglauf-DM auf Rang 13 der M60

Peißenberger Bergläufer auf Tegelberg, Pürschling und Schwaigeralm

Wenn die Stadionleichtathletik in Bayern mehr oder weniger Sommerferien macht, beginnt die Berglaufsaison. Für alle die nicht wissen, ob sie bei schönem Wetter wandern oder laufen gehen sollen, bieten die Berge südlich von Peißenberg ein breites Angebot während der Sommermonate.

Dass die Läufer auch während des Wettbewerbs zwischen Laufen und Wandern wechseln, verwundert nicht weiter, wenn man die mittlere Steigung der Laufstrecken berechnet. Dafür sieht man mit etwas Glück die Besten der deutschen Berglaufszene.

 Der Tegelberglauf in Schwangau fand Anfang August zum 15. Mal statt und hatte in diesem Jahr einen besonderen Reiz durch die Austragung der Deutschen Berglaufmeisterschaft. Mehr als 500 Starter sorgten für einen neuen Teilnehmerrekord.

Auf der 8 km langen Strecke am Westrand der Ammergauer Alpen werden 920 Höhenmeter überwunden, ehe die Läufer endlich die Aussicht genießen und schließlich mit der Bergbahn wieder ins Tal schweben dürfen.

Nach 1:05:49 Stunden kam Wolfgang Roth bei hochsommerlichen Temperaturen als 13. Läufer der M60 ins Ziel. Besonders die sehr steilen letzten zwei Kilometer verlangten den Teilnehmern alles ab.

Außerhalb der Wertung zur Deutschen Meisterschaft trat Josef Streicher beim Tegelberglauf an. Er belegte den 20. Platz in der M50 nach knackigen 58:07 Minuten.

Der vergleichsweise familiäre Pürschlinglauf in Unterammergau fand drei Wochen später auf der anderen Seite der Ammergauer Alpen  statt.

Auch die 42. Austragung endete an der Bergwachthütte unterhalb des Teufelstättkopfes mit einem Kuchenbüffet. Soweit der gemütliche Teil der Veranstaltung. Der Weg hinauf ist im Winter als Rodelstrecke bekannt. 705 Höhenmeter verteilen sich auf gerade mal 4,8 km, und die Steigung nähert sich auch hier öfter mal der 20%-Marke.

Der TSV Peißenberg war am heißesten Tag des Jahres in der M55 gut vertreten. Martin Hermann hatte am Ende 12 Läufer vor sich und kam als Zweiter der M55 nach 35:47 Minuten ins Ziel. Mit einem Mix aus Laufen und Gehen überstand der 56-jährige seinen ersten Berglauf seit 2007.

Beim Gaißacher Berglauf wiederum erreichte Josef Streicher als schnellster Landkreisathlet das Ziel auf der Schwaigeralm. Nach 28:06 Minuten hatte Josef die 480 Höhenmeter unter sich und belegte Rang 4 in der M45. Auch bei der 37. Auflage des Gaißacher Berglaufs ging es eindeutig bergauf: Mit 4,5 km und einer mittleren Steigung von mehr als 10% steht der Gaißacher Lauf in der Oberland Challenge zu Recht in der Kategorie Berg.

Der Sieg ging auf der Schwaigeralm in beeindruckenden 20:07 Minuten an Toni Lautenbacher, der vier Wochen vorher am Tegelberg Deutscher Meister geworden war. Der Ski-Bergsteiger absolvierte einen letzten Test vor der Berglauf-WM in Sapareva Banya (Bulgarien), wo er dann als bester Deutscher Rang 16 der Gesamtwertung belegte und Deutschland zum 4. Platz der Team-Wertung führte.