22|10|2021

"Der wollte gar nicht mehr landen"

Frank Osenberg auf Platz 4 bei der Deutschen Meisterschaft der M50

Im dritten Versuch waren alle Trainingsleistungen und Zweifel vergessen. Nach 47,58 Metern landete der Speer, „obwohl ich ihn eigentlich unterzogen hatte.“ Dafür stimmte der Anstellwinkel perfekt, und der Wind wehte günstig von vorn. Jetzt war es nicht nur ein knapp erreichter Endkampf, sondern eine deutliche Platzierung unter den besten Vier.

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Silber und Bronze wurden diesmal für 49,71 und 49,36 Meter vergeben. Mit 56,62 Metern im ersten Versuch sicherte sich Heinrich Torsten vom 1. LAV Rostock überlegen Gold.

Schon im ersten Versuch hatte sich Frank mit 43,83 Meter unter die besten Acht geschoben, aber die Verfolger waren in Lauerstellung. Der zweite Versuch war im Anlauf etwas misslungen, aber der dritte Versuch übertraf dann alle Erwartungen. Die Versuche 4 bis 6 (46,70 / 45,16 / 42,50 m) bestätigten Franks gute Form, brachten aber keine weitere Steigerung, für Platz 4 reichte die Weite allemal.

Frank 6

Mit etwas Abstand kamen dann die Ideen, was man noch alles besser und anders machen könnte. Typisch Trainer eben, und genau deshalb findet nächste Jahr wieder eine Deutsche Seniorenmeisterschaft statt. Dieses Jahr waren wir in Leinefelde am Start, nördliches Thüringen und mitten in Deutschland. Das ist ein weiter Weg von Peißenberg, dafür trifft man aber auch Gegner aus allen Landesverbänden und kann eine Super-Atmosphäre genießen.

Am zweiten Tag war Martin Hermann in der M55 über 5.000 Meter am Start. In einem gemeinsamen Feld von M50 und M55 gingen 17 Teilnehmer ins Rennen. Die doch schnell steigenden Temperaturen sorgten dafür, dass nur 14 Läufer nach zwölfeinhalb Runden ins Ziel kamen. Martin hatte auf den ersten 3.000 Metern sein geplantes Tempo gut im Griff, „danach wurde der Schritt kürzer“ beobachtete Frank Osenberg die letzten zwei Kilometer, auf denen Martin den angestrebten Schnitt nicht mehr halten konnte. „Vielleicht wieder mehr trainieren,“ lautet der Tipp, nachdem Martin in 19:26,97 Sekunden seine Vorjahresleistung um fast eine Minute verfehlt und Platz 10 der 11 Teilnehmer in der M55 belegt hatte. „Muskulär war alles ok, aber das lief deutlich schlechter als der Test neulich in Karlsfeld“, wusste auch Martin keinen Grund für die enttäuschende Zeit.

Martin 6

Nachdem die Peißenberger Leichtathleten sich diesmal im Wurf und Lauf den besten Senioren Deutschlands gestellt haben, gilt es nun das Team zu vervollständigen und beim nächsten Mal auch in den Sprungwettbewerben präsent zu sein.