21|04|2019

Munich Indoor: Hallenbestleistungen für die Peißenberger Leichtathleten

Weitsprung: Lilli (4,50 m) Dritte in der W13, Kathi (5,62 m) belegt Platz 4 bei den Frauen

Manchmal muss man auf den Kalender schauen, um zu verstehen, wie gut eine Leistung ist.

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5,62 Meter wurden gemessen, doch Katharina Vogl schien mit ihrem 4. Versuch in der Frauen-Konkurrenz erst einmal nicht sehr zufrieden zu sein. Aber nach einem Blick in die Statistik der Vorjahre dürfen wir dann doch zur neuen Hallenbestleistung (Vereinsrekord) gratulieren und außerdem feststellen, dass Kathi noch nie so stark in ein neues Jahr gestartet ist. Ein Auftaktsprung mit 5,50 Metern gab die nötige Sicherheit, und nach einem ungültigen zweiten Versuch gelang es Kathi noch vier Mal diese Weite zu übertreffen und mit 5,62 Metern Rang 4 zu belegen. Sabine und Frank Osenberg hatten einen deutlich verbesserten Anlauf gesehen, um dann doch noch Potential für Verbesserungen zu entdecken: „Der erste Sprung war der weiteste, da hat Kathi beim Absprung einiges verschenkt. Egal, nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf,“ zitierte Sabine den alten Herberger-Spruch.

 

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Über 60 Meter ließ Kathi im Vorlauf ein paar Hundertstelsekunden beim Start liegen und verpasste in 8,00 Sekunden diesmal knapp das A-Finale. Im B-Finale hielt sie sich schadlos und gewann das Rennen in 7,94 Sekunden, was im A-Finale immerhin zu Platz 7 gereicht hätte. Der siebte Platz gehörte ihr dann über 200 Meter. Gut erholt vom Weitsprung und den Sprints holte sich Kathi als klare Siegerin des 1. Zeitlaufs einen weiteren Vereinsrekord in neuer persönlicher Hallenbestzeit von 26,43 Sekunden und musste dann in 7 weiteren Zeitläufen nur noch 6 schnellere Läuferinnen registrieren.

 

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Für U23 und U20 waren keine Disziplinen ausgeschrieben, und so erlebte die 17-jährige Maike Hermann ihr Comeback nach fast 9-monatiger Verletzungspause ebenfalls in der Frauen-Konkurrenz. Über 60 Meter (9,36 Sekunden) lief es für Maike noch etwas unrund, nachdem mehrere missglückte Starts in ihrem Vorlauf für Unruhe gesorgt hatten. Über 200 Meter kam sie dann schon deutlich besser über die Hallenrunde. Mit 31,41 Sekunden nach nur wenigen Wochen Training belegte sie Rang 23 im Gesamtklassement.

 

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Es war bei 15 Einzelstarts der Peißenberger Teilnehmer ein stressiger Tag für die Trainer. Tim Osenberg war schon vormittags als Coach gefordert und lief dennoch seinen 60-m-Sprint in guten 7,64 Sekunden, konnte sich damit aber in der Männerkonkurrenz nicht für das Finale qualifizieren.

 

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Lennart von Seggern musste im Hochsprung der MU18 der hohen Anfangshöhe Tribut zollen. Bei 1,57 Metern lag die Latte schon im ersten Versuch, und Lennart blieb diesmal ohne Wertung, weil alle drei Versuche über diese Höhe knapp ungültig waren. „Merkwürdige Anfangshöhe,“ meinte Sabine Osenberg, „kein Wunder, dass nur fünf Athleten in der MU18 angetreten sind.“ Lennart hatte sich sein persönliches Highlight für den 60-m-Lauf aufgehoben. In 7,85 Sekunden verbesserte er seine persönliche Bestzeit um gleich 42 Hundertstelsekunden und war damit nicht mehr weit von der Finalteilnahme entfernt.

 

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Weitaus größer waren die Teilnehmerfelder bei den Läufen der WU18. Hier testete Laura Hermann nach einigen 800-m-Starts wieder die kurzen Laufstrecken aus. Trotz persönlicher Hallenbestleistung von 9,58 Sekunden über 60 m reichte es nicht für den Endlauf auf der kürzesten Hallendistanz. Lauras zweiter Start an diesem Tag war die Premiere über 200 Meter. Mit 31,88 Sekunden kam sie in der Gesamtwertung aller Zeitläufe auf Platz 28.

Noch ein bisschen schneller war Laura Bals (W15) bei ihrem Debüt auf der Sprintstrecke: In 9,52 Sekunden kam Laura ins Ziel. In der Weitsprungkonkurrenz ihres Jahrgangs war bei fast 50 Meldungen Stehvermögen und Geduld gefragt. Hier erreichte Laura mit 3,74 Metern den 38. Platz.

 

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Die jüngste Peißenberger Teilnehmerin Lilli Mahner erwies sich in der W13 mit 4 Meldungen wieder einmal als Mehrkämpferin und verbesserte auf den Laufdistanzen und im Weitsprung drei Hallenvereinsrekorde ihres Jahrgangs. Platz 11 schaffte Lilli auf der 60-Meter-Hürdendistanz zum Auftakt (11,06 Sekunden), danach gelangen noch 2 weitere Top-Ten-Platzierungen. Besonders stark waren 4,50 Meter im Weitsprung auf der unbeliebten zweiten Sprunganlage. Hier fehlten trotz ungünstiger Bedingungen nur 14 Zentimeter zur persönlichen Freiluft-Bestleistung, und das bedeutete letztlich Rang 3. Lillis Premiere über 60 Meter in 8,98 Sekunden konnte sich ebenfalls sehen lassen, hier fehlte nicht viel zum Finale der besten Acht. Und mit 1,30 Metern im Hochsprung und Platz Acht konnte sich die junge Schongauerin ein weiteres Mal gut in Szene setzen.

 

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