Aktuelles
11|12|2018

Oberbayerische U14-Block-Meisterschaften: Lilli Mahner siegt in der W12

Neue Peißenberger Bestmarke mit 2.277 Punkten im Block Lauf

Persönliche Rekorde beim Ballwurf, über 75 und 800 Meter - dazu ein kleiner Wackler beim Weitsprung: Ein Mehrkampf hat Höhen und Tiefen, und am Ende gewinnt, wer sich von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen lässt.

Die Veranstaltung in Waldkraiburg war mit insgesamt 161 Teilnehmern gut besucht. Mit 27 Teilnehmerinnen aus ganz Oberbayern war Lillis Altersklasse im Block Lauf am zahlreichsten besetzt. Zum Auftakt konnte die 12-jährige Sportlerin des TSV Peißenberg beim Ballwurf mit der besten Wurfleistung des Teilnehmerfeldes ihre eigene Bestmarke von 37 Metern einstellen und distanzierte ihre härteste Konkurrentin Clara Hegemann vom TSV Unterhaching um 5,50 Meter. Das gab ihr einen Vorsprung von 45 Punkten. Die geworfenen Weiten waren umso höher einzuschätzen, als der Ballwurf auf einen gekiesten Bolzplatz verlegt worden war. „Unverantwortlich,“ kommentierte Trainerin Sabine Osenberg. „da war beim Anlauf kein Stemmen möglich und die Verletzungsgefahr entsprechend groß. Bei normalen Verhältnissen wären das heute 40 Meter geworden.“

Beim 60-m-Hürdenlauf konnte Lilli nicht an ihre technisch hervorragende Leistung von der Kreismeisterschaft im eigenen Stadion anknüpfen. „Das kann sie besser,“ lautete das Fazit der Trainerin nach 11,23 Sekunden. Clara Hegemann hatte nach starken 10,63 Sekunden Lillis Vorsprung egalisiert und lag nun gleichauf mit Lilli an der Spitze.

Im Weitsprung wurde es dann spannend. 3,96 Meter im ersten Sprung gaben Lilli nur wenig Sicherheit, aber auch im zweiten Anlauf war ihr noch Nervosität anzumerken. „Das war noch zu zögerlich,“ stellte die Trainerin fest, und außerdem hatte Lilli beim Absprung einiges verschenkt und sich nur auf 4,10 Meter steigern können. Im dritten Sprung war dann die Dynamik wieder zurück, aber leider hob der Kampfrichter die rote Fahne, nachdem Lilli übertreten hatte.

Trotzdem reichten die 4,10 m als drittbeste Weite des Tages, um wieder die Führung mit knappen 10 Punkten vor Clara Hegemann zu übernehmen.

Das beflügelte Lilli im anschließenden 75-m-Lauf: In 10,76 Sekunden konnte sie ihre alte Bestmarke um 16 Hundertstelsekunden steigern. Nach einem hervorragenden Start vergrößerte sie in einem insgesamt sehr schnellen Lauf mit der zweitbesten Laufzeit aller Teilnehmerinnen ihren Vorsprung auf nun 16 Punkte gegenüber Clara Hegemann.

Dies entsprach beim abschließenden 800-m-Lauf knapp 4 Sekunden, die ihre nächste Verfolgerin aufzuholen hatte. Bei Temperaturen von ca. 30 Grad im Schatten war damit die Taktik vorgegeben:

„Lilli, du wartest ab, was deine Konkurrentinnen machen. Du bleibst einfach hinten dran und lässt dich mitziehen.“ Der Startschuss setzte dann aber ungeahnte Kräfte frei und ließ Lilli die ersten 200 Meter in deutlich zu schnellen 34 Sekunden angehen. Trotz des zunächst deutlichen Abstands zu den Verfolgerinnen ging es nun darum, vorsichtig das Tempo zu reduzieren. Einen letzten Angriff von Clara Hegemann nahm Lilli zum Anlass für eine eigene Tempoverschärfung und lief in neuer persönlicher Bestzeit von 2:40,24 Minuten ins Ziel. Wie schon anfangs beim Ballwurf  erreichte sie über 800 Meter das beste Ergebnis aller Teilnehmerinnen und sicherte sich mit 2.277 Punkten und 53 Punkten Vorsprung den obersten Stockerlplatz. „Ein wirklich schöner Wettkampf,“ freute sich die Trainerin, als nach der Siegerehrung für alle Beteiligten die Sommerferien beginnen konnten.

20180728 Wkraibg