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Zwei siebte Plätze bei der Deutschen Senioren-Meisterschaft für Martin Hermann

800-m-Vereinsrekord (2:23,65 min) über 800 m - 1.500 Meter in 4:54,78 min

„Die 800 Meter haben am meisten Spaß gemacht“, lautete das Fazit von Martin Hermann nach den Deutschen Senioren-Meisterschaften in Mönchengladbach.

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Der 57-jährige Langstreckenläufer hatte im Vorjahr einen ersten Ausflug auf die kürzeren Langstrecken unternommen und dabei über 1.500 Meter die geforderte Norm für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft (5:10 min) in 4:55,74 min deutlich unterboten. Das erhöhte die Motivation. „Die Norm für 5.000 m hatte ich schon aus 2017, und dann habe ich es eben noch über 800 Meter versucht“, beschrieb Martin die Vorbereitung in diesem Jahr. In Karlsfeld blieb er Mitte Mai in 2:28,01 min in seinem ersten 800-m-Lauf überhaupt knapp unter dem Limit (2:30,0 min) für die Deutsche Meisterschaft in der M55.

Das Programm der Deutschen Seniorenmeisterschaften wird alljährlich auf drei Tage verteilt. Den Auftakt bildeten auch im Mönchengladbacher Grenzlandstadion bei den Mittel- und Langstrecklern am Freitagnachmittag die 800 Meter. Anhand der gemeldeten Zeiten konnte es nur darum gehen, am Feld dran zu bleiben und ein paar Plätze gutzumachen. „Nach einer ersten Runde knapp über 72 Sekunden habe ich bei 500 m gemerkt, dass da noch was geht.“ Die Tempoerhöhung führte zu einer zweiten Runde unter 71 Sekunden und bescherte Platz 7 in der Endabrechnung. „Starten, rennen, überholen und sprinten“, fasste der frühere Marathonläufer seine Erfahrung zusammen: „Zum Denken kommst du nicht auf den 2 Runden.“ Wie sehr starke Konkurrenz bei einer Meisterschaft motivieren kann, sieht man am Ergebnis: Mit 2:23,65 min verbesserte Martin die eigene Bestzeit um mehr als 4 Sekunden und sicherte sich den Peißenberger Vereinsrekord.

Dagegen überstand sein gerade erst in Regensburg aufgestellter 1.500-m-Vereinsrekord (4:51,60 min) unbeschadet das zweite Rennen am Samstag. „Über 1.500 Meter hatte ich auch auf eine Verbesserung gehofft, aber dafür waren wir im mittleren Drittel zu langsam“, schilderte Martin den Rennverlauf. Zwei Läufer hatten sich schnell vom Feld abgesetzt, die anderen Teilnehmer spekulierten auf Bronze oder eine gute Platzierung. Kurz vor der Zielgeraden wurden die Hamstrings im linken Oberschenkel fest und der Zielsprint fiel eher verhalten aus. „Schade, Platz 7 ist ok, aber da war noch mehr drin“, kommentierte Martin den Zieleinlauf nach 4:54,78 min. „Vor dem Rückweg ins Hotel hat mich noch ein Physiotherapeut gepflegt und den Muskel gelockert.“

Am Sonntag war auf der 5.000-m-Distanz nicht mehr viel zu erwarten. Aufgrund der muskulären Probleme startete Martin defensiv ins Rennen, und so blieb er deutlich über seiner bei der Bayerischen Meisterschaft erzielten Zeit. 18:57,37 min bedeuteten Platz 10 nach zwölfeinhalb Runden. „Die ersten 3.000 waren mit 11:06 min noch erträglich, aber danach zogen noch ein paar Läufer an mir vorbei.“

Die bestens organisierte Veranstaltung machte jedenfalls Lust auf mehr: „Das war eine schöne Wettkampfatmosphäre mit vielen netten Leuten“, freute sich Martin aufs nächste Jahr: "Die Norm für 2019 habe ich auf den 3 Distanzen schon erreicht."

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