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11|12|2018

Platz 7 bei der Bayerischen Meisterschaft für Kathi und Laura

Kathi Vogl (12,64 s) Siebte über 100 m, Laura Hermann (2:31,35 min) läuft Bestzeit über 800 m

Das Stadion in Kitzingen glich mittags einem Brutofen. 30 Grad im Schatten zeigte das Thermometer in Bayern an, am Untermain war es wieder mal am wärmsten, und erst am frühen Abend fand man ein paar schattige Plätze im Stadion.

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Der Vorlauf über 100 Meter der weiblichen U23 wurde durch organisatorisches Chaos erschwert. „Erst sollte Kathi im dritten Lauf starten, dann war es plötzlich der erste Lauf,“ berichtete Trainerin Sabine Osenberg von einem Auftakt, „der einer Bayerischen Meisterschaft nicht würdig war.“ Nach chaotischen Minuten in der Mittagshitze gelang Kathi in 12,73 Sekunden dennoch die Qualifikation für das Finale, das trotz der vorhergehenden Verzögerungen zur ursprünglich angesetzten Zeit stattfinden sollte. Damit war die Erholungszeit zwischen den Läufen zu kurz. Kathi ging trotzdem mit dem nötigen Kampfgeist in den Endlauf, musste aber nach schnellem Start den Kontakt zu den Medaillenrängen abreißen lassen. „Da hat man dann gesehen, dass dieses Jahr verletzungsbedingt die Trainingsumfänge gefehlt haben,“ kommentierte Abteilungsleiter Frank Osenberg den Rennverlauf. Platz 7 und die Steigerung auf 12,64 Sekunden waren angesichts der äußeren Bedingungen eine beeindruckende Leistung.

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Auf den frühen Abend war die Entscheidung über 800 Meter der W15 angesetzt. Laura Hermann hatte sich aufgrund der letzten Trainingswochen eine Verbesserung der eigenen Bestzeit (2:35,37 min) vorgenommen und nutzte die mittlerweile günstigen Bedingungen. Die Hitze hatte inzwischen nachgelassen, und das kompakte Teilnehmerfeld lief die erste Runde mit 72 bis 75 Sekunden. Auf der Gegengeraden legte Laura noch einmal zu und konnte im Schlusssprint um die Platzierungen Platz 7 behaupten. Die starke Konkurrenz hatte die 14-jährige Weilheimerin zu einer neuen Bestzeit gezogen. 2:31,35 min wurden für Laura gestoppt, die damit den von ihr gehaltenen Vereinsrekord um mehr als 4 Sekunden steigern konnte. „Echt stark, da hat sie sich für ihr fleißiges Training belohnt,“ freute sich Trainerin Osenberg, die Laura dieses Tempo durchaus zugetraut hatte: „Aber man muss es eben erst einmal laufen bei einer Bayerischen Meisterschaft.“

Fast zeitgleich stand der Weitsprung der U23 an. Katharina Vogl wollte noch einmal an die Leistungen bei der Oberbayerischen Meisterschaft anknüpfen, wo sie vor wenigen Wochen mit 5,61 m ein erfolgreiches Comeback im Weitsprung gezeigt hatte. Aber der Anlauf, sonst ihre große Stärke, wollte diesmal nicht passen, und nach zwei missglückten Versuchen kam das Pech hinzu. Der dritte Versuch war minimal übertreten und wurde ungültig gewertet. „Nach den Anlaufproblemen bei den Bayerischen U20-Meisterschaften haben wir versucht, den Anlauf umzustellen. Das sah im dritten Versuch schon wieder gut aus“, kommentierte die Trainerin die vergebene Chance.