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14|12|2018

3.878 Punkte - Bayerische Siebenkampf-Bronze für Franzi Aderbauer

6 neue persönliche Bestleistungen in Garmisch - Vom Abiball zur Medaille

Bis zur letzten Disziplin blieb es spannend: Vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf war Bronze in Reichweite, es schien aber eher auf Platz 4 hinauszulaufen für die 18-jährige Peißenbergerin.

2Franzi Kugel klein

Mit einem Riesenlauf über die ungeliebte Distanz verbesserte Franzi die eigene Bestzeit auf 2:39,14 Minuten. Am Ende fehlten nur zwei Sekunden zur Silbermedaille, die an Jasmin Sailer (LG Augsburg, 3.901 Punkte) ging. Mit 3.878 Punkten gelang Franzi ihr bisher bester Siebenkampf. Gegenüber dem vierten Platz erreichte sie ein beruhigendes Polster von 114 Punkten. der Titel ging an Hannah Gasser (FC Aschheim, 4.144 Punkte).

Der zweitägige Wettkampf im Garmischer Stadion am Gröben hatte am Samstag mit dem 100-m-Hürdenlauf begonnen. Für Franzi war es eine zweifache Umstellung: Neue Hürdenhöhe (83,8 cm) und der Umstieg von den High Heels auf die Spikes, denn am Vorabend war noch der Abiball zu überstehen. In 17,19 Sekunden gelang ihr dennoch ein guter Einstieg in den Tag.

Mit 1,39 Metern im Hochsprung lag Franzi nur knapp unter ihrer Bestmarke und hielt sich gut im Verfolgerfeld.

Im Kugelstoßen mit der 4-kg-Kugel legte Franzi dann 8,70 Meter vor und übertraf ihre bisherige Bestmarke deutlich.

Den Höhepunkt des ersten Tages schilderte Trainerin Sabine Osenberg begeistert: „Das hätte man filmen sollen, das sah richtig gut aus. Der Lauf hat gezeigt, wie sehr sich Franzi im Sprinten verbessert hat.“ Platz 5 in der Vierkampfwertung am Ende des ersten Wettkampftages ließ immer noch auf Bronze hoffen, die Punktedifferenzen zu den Medaillenkandidatinnen waren vor den drei Disziplinen des Sonntags überschaubar.

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Franzi präsentierte sich am zweiten Wettkampftag weiter gut motiviert. Im Weitsprung war jeder Sprung jenseits der 5-Meter-Marke. Da war sogar noch Luft nach oben, denn „bei keinem der drei Sprünge habe ich das Brett getroffen“.

Locker bleiben und Weitermachen war angesagt, und mit einer neuen persönlichen Bestweite im Speerwerfen hatte Franzi schon die Hand an der Medaille. Der U20-Speer wiegt 600 Gramm, und Franzi ließ das Wurfgerät 28,85 m weit fliegen. Ihre eigene alte Bestmarke mit dem 500-g-Speer hatte sie damit um mehr als 2 Meter übertroffen.

Und damit fehlte nur noch der Schlusspunkt: Mit einem mutigen Lauf absolvierte Franzi die zwei Stadionrunden erstmals unter 2:40 Minuten. „Respekt vor dieser Leistung“, gratulierte Peißenbergs 2. Leichtathletik-Vorstand Martin Hermann, „trotz Abi regelmäßig trainiert, gefeiert und dann wieder hellwach, wenn es darauf ankommt.“ Die Sportlerin selbst sprach „vom ersten und letzten Mehrkampf in diesem Jahr, darauf habe ich hingearbeitet. Das ist die Königsdisziplin in der Leichtathletik,“ und bedankte sich bei Sabine und Frank Osenberg für die persönliche Betreuung.